Schild und Toaster beim Mobile Media Day

guerilla marketing mit der #messetoastess


ein selbsterprobtes praxisbeispiel (best practice, wie sich herausstellen sollte)

Okay, ich gebe zu: Es ist nicht ganz selbsterklärend, sich als Agentur für Kommunikation und PR einen Toaster an den Messestand zu stellen und ihn dann noch #messetoastess zu nennen. Aber die Erfahrung zeigte, dass eine absurde kreative Idee als wirksame Öffentlichkeitsarbeit herhalten kann. So geschehen am Mobile Media Day 2016 in Würzburg.
Sie fragen sich wahrscheinlich in diesem moment, was das eigentlich soll.

Genau das sollen Sie auch; so auch die BesucherInnen des Mobile Media Days, wo ich mit Hümmer Kommunikation an einem Stand vertreten war. Zunächst fiel den PassantInnen wohl dieser Aufsteller ins Auge:

 

Schild und Toaster beim Mobile Media Day

„kommunikation ist wandlungsfähig.
fragen Sie die #messetoastess.“
… und Sie kamen und fragten.

 

Zwei Silhouetten mit Dosentelefonen in der Hand - eine spricht, eine hört.

Kommunikation klappt auch mit Dosentelefonen.

Von Weitem ein lachendes Gesicht, aus der Nähe ein grinsender Toaster-Mund mit zwei Dosen-Augen, die zum Corporate Design

von Hümmer Kommunikation gehören.

Vordergrund: Toaster mit Toastscheibe, dahinter Menschen in einer Halle

die welt aus der sicht einer messetoastess

 

 

 

 

 

 

Oder man sah gleich den Toaster (den es glücklicherweise genau in den hue_kom-Farben Dunkelrot und Schwarz gab) auf dem Tisch stehen.

 

 

 

wie die #messetoastess funktionierte

Der übliche Ablauf war folgendermaßen: Menschen gingen mit einem flüchtigen Blick vorüber, stockten, sahen nochmal genau hin. Manche grinsten, manche runzelten die Stirn. Sie versuchten eine Verknüpfung mit dem großen Roll-Up herzustellen („Hümmer Kommunikation … Content … Strategie … PR … Social Media …“). Aber fast alle kamen zum Tisch mit dieser (oder einer ähnlichen) Frage: „Was soll das denn mit dem Toaster?“

Ich erklärte den Leuten, dass ich keine sog. Messehostess, sondern eben eine Messetoastess dabei hätte. Auf den Aufstellern stand dazu „kommunikation ist wandlungsfähig. fragen Sie die #messetoastess!“ Und genau das wollte ich bezwecken: Kommunikation mit den BesucherInnen des Mobile Media Days und zwar an meinem Stand. Das ist gar nicht so eigennützig, wie es sich anhört. Wie oft geht man an einem eigentlich interessanten Stand vorbei, einfach, weil man sich unwohl fühlen würde, bliebe man länger stehen und würde „glotzen“?

Rebecca Hümmer im Gespräch mit lachender Person vor Messeständen

begeisterte stimmung macht sich bei den anwesenden breit (und ja: bei gewürzglück gibt’s echt geile würzmischungen).

ein bisschen social media geht immer

Ihnen ist natürlich beim Lesen das Hashtag schon mehrmals aufgefallen: #messetoastess. Ich trieb meinen Selbstversuch auf die Spitze, indem ich nicht nur die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht provozierte, sondern auch die Möglichkeit bot, die Messetoastess online Dinge zu fragen (wie auf dem Aufsteller zu lesen: „fragen Sie die #messetoastess“). Dieses Wagnis ist allerdings niemand eingegangen. Komisch, obwohl man anonym im Netz doch viel leichter sein virtuelles Kopfschütteln hätte äußern können.

Das Resümee ist jedenfalls, dass ich (fast und in positiver Weiser) keine ruhige Minute an diesem Tag hatte und dazu noch etwas zu essen direkt vor der Nase (Butter gab’s auch zum Toast).

 

guerillas … nicht nur bewaffnet

Und was ist mit den Guerillas? Meine Messetoastess ist eine Maßnahme, die unter sog. Guerilla Marketing fält, also Marketing, das abseits des Mainstreams agiert. Es springt einen förmlich an – wie ein Guerilla-Kämpfer – und lenkt so ganz plötzlich die Aufmerksamkeit auf ein Detail. Dort muss noch nicht mal der Firmenname oder ein Logo zu sehen sein. Oft hat das Marketing an sich gar nichts mit den Produkten oder dem Unternehmen zu tun. Das war mir persönlich jedoch nicht genug, weswegen ich die Hilfestellung „kommunikation ist wandlungsfähig“ dazu gegeben habe. Wichtig ist auf jeden Fall: Kreativ sein und das Ziel abstecken. Es hätte nichts genutzt, wenn ich einfach Flyer mit der Messetoastess ausgelegt hätte. Wer hätte gewusst, dass es die bei mir am Stand gibt? Und warum hätte man sie suchen sollen?

Man muss es einfach mal wagen. Auch für ein kleines Budget gibt es sicher noch viele andere gute Ideen für Guerilla-Marketing.

 

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