Screenshot Googleanfrage Social Media planning tools

tools zur planung von social media-accounts im selbstversuch: worauf es ankommt, was sie bieten


Irgendwann kommt der Punkt, an dem es ohne nicht mehr geht: Planungstools, mit denen die oder der Social Media-Manager Beiträge für sämtliche KundInnen (und sich selbst) speichern und verwalten kann. Einige Namen sind Ihnen sicher auch schon begegnet: zum Beispiel Buffer, Hootsuite oder ifttt.

Auch bei mir ist es mit hümmer kommunikation soweit; also habe ich mich umgesehen nach Software, die plausibel zu bedienen und kostengünstig – möglichst kostenfrei – ist. Ich möchte für meine Kundschaft Beiträge, Posts, Bilder, Videos etc. einspeichern und vorausplanen können, damit ich nicht täglich auf’s Neue beginnen muss, mich in das jeweilige Unternehmen einzudenken und einzufühlen, sondern – sagen wir – die nächsten Wochen Präsenz im sozialen Netz in einem Aufwasch erledigen kann. Zugrunde liegt natürlich ein pro KundIn ein sauberer Redaktionsplan, keine Frage, aber zu dieser Geschichte kommen wir ein andermal …

warum ein planungstool?

Es gibt der Gründe viele, ich habe das Thema bereits angerissen. Zwei Gründe sind für die meisten wohl ausschlaggebend:

  1. Posts zur absoluten No Go- oder zur Feierabendzeit.
  2. Zu viele Posts über den Tag verteilt.

Klar, Facebook ist in Deutschland Spitzenreiter, auch bei meinen KundInnen (und mir) steht gerade diese Plattform am höchsten im Kurs. Ich persönlich bin allerdings auch großer Fan von Instagram und empfehle das ebenso weiter. Twitter ist zur Pflege sämtlicher B2B-Beziehungen anzuraten, Google+ zur Verbesserung des Rankings, YouTube zumindest (!) in der Funktion als Cloud und Speicher für das angesammelte Videomaterial.

Das – und Snapchat oder andere , die in dieser Auflistung noch nicht einmal erwähnt sind – nimmt schon alleine für die eigenen Accounts viel Zeit in Anspruch. In meinem Fall sind es nun einige mehr (momentan ganz aktiv fünf). Also machte ich mich auf der Suche nach einem kostengünstigen Planungstool. Oder mehreren.

welches tool macht eigentlich was?

Hier sind wir beim ersten Problem: Denn beim Googeln, stößt man auf hunderte von Übersichten, auf die fünf besten Tralala, auf die 19 beliebtesten Hierundda, auf die zehn wirkungsvollsten Undüberhaupt.

Zunächst geht es mir um ein effizientes und zuverlässiges Planen. Zusätzliche Funktionen wie bessere Einsicht in die Statistiken als bei den genuinen Plattformen, sind zwar ein netter Zusatz, stehen für mich momentan aber nicht an erster Stelle. Für die gewünschten Analysen und das Controlling reichen mir die „normalen“ Statistiken der Plattformen gerade aus.

Nun kommt eben die Frage auf: Welches der 10, 20 oder 100.000 „besten“ Tools erfüllt diese Erwartungen?

Screenshot Googleanfrage Social Media planning tools

was muss das planungstool können?

  • Mit sämtlichen Kanälen, die ich nutze, kompatibel sein
  • Übersichtlich sein
  • Nicht zu teuer/kostenlos sein
  • Auch auf dem Desktop anwendbar sein

Das sind meine Hauptanforderungen, die ich an das Tool oder die Tools stelle.

was die tools tatsächlich können – ein kleiner überblick
oder: mensch instagram, was’n los?

Alle jene, die sich schon mit dem Thema befasst haben, kennen diese drei Namen: Buffer, Hootsuite, IFTTT.

Gleich zum Dritten im Bunde: Damit plant man weniger, man verbindet. IFTTT steht für „if this then that“, also „wenn dies, dann das“. Beispiel: Ich kann einstellen, dass, wenn ich auf Facebook als hümmer kommunikation das Hashtag #twitter hinzufüge, ich mit IFTTT genau diesen Post eben auf Twitter teile. Dasselbe gilt für sämtliche Crossposting-Varianten. Meiner Meinung nach schwierig, da kein Text, der einer Plattform angepasst ist, auf den anderen Kanälen dieselbe Wirkung erzielen würde; dasselbe gilt für Bilder.

1. Kompatibilität mit sämtlichen Kanälen)
Mit Facebook, Twitter & Co. hat man eigentlich bei keinem Tool mehr Probleme. Schlecht wird es bei Instagram, denn solange dieses keine der App gleichwertig nutzbare Desktop-Version anbietet, ist man auf Tools für die Tools angewiesen: Man ist gezwungen, sich die Apps von Buffer & Co. zusätzlich auf’s Samrtphone zu holen, um dann eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn der eingespeicherte Insta-Post fällig wäre. Dann bleibt eben auch am Sonntagabend kein anderer Ausweg, als das Smartphone zu zücken und sich an die Arbeit zu machen, wenn auch viel vereinfachter als bei der genuinen Erstellung eines Posts.

2. Übersichtlichkeit)
Übersichtlich ist wohl jede Plattform auf ihre Art und Weise. Wer kennt es nicht, dass man sich in neue Software erst kurz einarbeiten muss? Das klappt eigentlich ganz gut.

3. Kosten)
Fast allen Tools ist zu eigen, dass sie nach einer gewissen Testphase oder ab einer bestimmten Anzahl an Konten etwas kosten. Das variiert dann je nach Tool und Version von 20 bis 500 Euro oder Dollar im Monat.

4. Desktop)
Auf dem Desktop sind alle anwendbar. Ich persönlich bevorzuge das. Nur bleibt da eben das Instagram-Problem …

preis-leistung der anbieter

Ich habe mich in der Testphase für einige Tools entschieden, die ich parallel ausprobiert habe: Kuku.io, Hootsuite, Buffer, amplifr, schegr.am.

kuku

Es gibt keinen kompletten “Free”-Tarif. Nach einer Probephase, folgt der „Individual”-Tarif für 5 $, der Folgendes zu bieten hat (Englisch geht klar, oder? Muss, denn auf Deutsch gibt es das Tool nicht):

  • 5 Social accounts

  • 500 Scheduled posts

  • 1 Team member

  • Differentiate content for accounts</span

  • Spell check

  • Old content republishing

  • Like and Share

  • Gif

  • Polls

  • Posting schedule

  • URL shortener

  • Browser extension

  • Android mobile app – nicht für iOS

  • keine Analytics
  • Nicht auf Deutsch

buffer

Buffer bietet einen Free-Tarif für “Individuals” an. Darin enthalten ist jeweils ein Konto für eine Social Media-Plattform, was mir relativ wenig bringt. Ich könnte damit 10 Posts speichern und planen.

Verwirrend ist, dass man hier nun wählen kann zwischen dem nächsthöheren Tarif „Awesome“ für 10 $ im Monat oder (in meinem Fall ja zu überlegen) „Buffer for Business“ für 99$.

Awesome:

  • 10 Social Media-Profile
  • 100 geplante Posts
  • 1 NutzerIn
  • Ein Image-Creator
  • RSS-Feed
  • Kalender
  • Linkkürzer
  • KEINE Social Analytics – dafür müsste ich auf den „Small“-Tarif für 99$ im Monat zurückgreifen.

Business

  • 25 Social Media-Profile
  • 5 NutzerInnen
  • 2000 geplante Posts
  • RSS-Feed
  • Rich“ Analytics
  • Alle Standard-Buffer-Anwendungen

Das große Manko: Keine Analytics, sogar in der bezahlten Version und nur ein Bild in Instagram uploadbar. Das ist im „Zeitalter“ der Bilderserien doch sehr mau.

hootsuite

Hier gibt e seine Free-Version, die – dafür, dass sie umsonst ist – sich gar nicht mal so schlecht anhört.

  • 3 Social Media-Profile
  • Grundlegende Analytics
  • Vorausplanung von Inhalten
  • Kampagnen zur Leadgenerierung
  • 2 RSS-Feed-Integrationen
  • Online-Hilfecenter
  • Kostenlose Social Media-Kurse

Darauf würde dann der „Professional“-Tarif mit 19 € im Monat bei jährlicher Abrechnung aufbauen.

  • 10 Social Media-Profile
  • 1 NutzerIn
  • Mehrfachplanung
  • Echtzeit-Analytics
  • Gewinnspiele über Social Media
  • Unbegrenzte RSS Integrationen
  • Insgesamt: die Free Funktion mit einem Plus

Das große Plus an Hootsuite: Für Instagram kann man mehrere Bilder hochladen, was der „neuen“ Funktion auf dieser Plattform entspricht.

amplifr

Scheint auf den ersten Blick sehr günstig zu sein mit 5 $ im Monat. Es gibt eine 14 Tage-Versuchs-Version. Ich habe versucht, einen Instagram-Account einzubringen, was beim ersten Versuch schon mal nicht ging. Statt dessen kam eine Aufforderung, Meldungen in einem Messenger meiner Wahl zu aktivieren:
„Enable notifications.
You’ll need to connect the bots in Amplifr and enable browser notifications. Telegram: Facebook Messenger:“

Beim Dashboard angekommen, hatte sich der Amplifr schon automatisch in einen Instagram-Account (zu dem ich nie die Daten eingegeben hatte) eingeloggt. Da es ein Kundenaccount war, habe ich schnell einen Rückzieher gemacht und diesen Account von dort gelöscht. Beim nächsten Öffnen von „New Post“ war der Account allerdings schon wieder drin. Beim Posten soll man außerdem ein „Label“ wählen oder selbst kreieren: mir zu viel Arbeit, die ich eigentlich nicht will.

Beim näheren Hinsehen erweisen sich die 5 $ im Monat als doch nicht ganz so lukrativ, denn sie gelten nur für einen einzigen Account. Also wollte ich in den Settings gleich wieder alles zumachen, klickte auf „Remove project“ und stand einem „Server Error“ gegenüber.

schegr.am

Mit Schedugr.am kann man Instagram-Posts abspeichern und sehr einfach posten – ohne Benachrichtigungen o. Ä. Klingt zunächst sehr attraktiv, bis man sich die Preise ansieht: Für ein Konto mit bis zu 10.000 Followern zahlt man 16 € im Monat. Ab 10 betreuten Konten soll man den Preis erst erfragen. Fällt bei mir deswegen aus.

mein fazit

Ganz persönlich entschied ich mich zunächst für folgende Variante: mit den Free-/Test-Versionen von Buffer , kuku und Hootsuite meine Instagram-Accounts managen. Insgesamt kann ich so vier bespielen. Wenn ich meinen eigenen nicht berücksichtige, geht es genau auf.

Leider muss ich dafür auf Analytics verzichten, was gerade für Kunden ein interessantes Tool ist. Obwohl ich Buffer am übersichtlichsten finde, habe ich mich dazu entschieden, für den Moment hauptsächlich mit Hootsuite zu arbeiten. Der Grund ist einfach: Auf Facebook kann ich sowieso Posts einplanen, aber nicht auf Instagram. Das sind die zwei sozialen Netze, die ich überwiegend nutze. In der Free-Version von Hootsuite bediene ich gerade drei Instagram-Accounts. Schade ist, dass man auch hier in der kostenlosen Version nicht mehrere Bilder auf Instagram posten kann. Es führt folglich längerfristig kein Weg an einem bezahlten Account vorbei. Dafür werden wieder v. a. kuku und Hootsuite ins Rennen gehen (Buffer schreckt mich mit den 99 Euro monatlich doch noch etwas ab).

Lassen Sie mich wissen, wenn auch Sie Erfahrungen mit Tools gemacht haben. Ich bin gespannt!

PS: Ich gebe hier keine Webadressen der Anbieter an, denn dieser Beitrag ist keine (!) Schleichwerbung. Alles lässt sich für Sie sehr einfach “ergooglen”.