Online-Marketing mit
Strategie und Kreativität

Künstliche Intelligenz in der Schule und im Alltag

Inhalt

Zugeschnitten auf Sie

Zu diesem Thema biete ich Workshops an - maßgeschneidert auf Sie, Ihre Organisation, Ihr Unternehmen.

KI-Anwendungen verstehen, begleiten, Orientierung geben

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Teil des Alltags junger Menschen. Ob YouTube-Empfehlungen, Sprachassistenten oder Lernplattformen – viele Anwendungen im digitalen Alltag arbeiten KI-gestützt. Für Kinder und Jugendliche ist diese Technologie selbstverständlich, für viele Erwachsene dagegen noch erklärungsbedürftig. Dabei ist es gerade für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Bildungsakteure entscheidend, zu verstehen, wie KI funktioniert und welche Rolle sie im schulischen und familiären Kontext spielt.

Begleiteter Umgang mit KI – Warum Auseinandersetzung so wichtig ist

Einige Akteure sehen die Nutzung von KI-Anwendungen im schulischen Kontext kritisch. Die Hauptargumente sind, dass das eigenständige Lernen nicht mehr stattfände und die Fähigkeit zum Quellenabgleich bzw. zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Informationen fehle. Ich verstehe diese Bedenken und weiß als Akademikerin auch um den Wert der Fähigkeit, ohne eine künstlich intelligente Unterstützung Themen zu erforschen und zu bearbeiten. Deshalb plädiere ich für einen begleiteten Umgang mit KI für Kinder und Jugendliche. Sie werden ohnehin an den Punkt kommen, sie zu nutzen oder nutzen zu wollen. Es ist unsere Aufgabe als Eltern, Lehrkräfte etc. selbst gut informiert zu sein und so Unterstützung bieten zu können. Dazu gehört auch, in gemeinsamen praktischen Übungen Fehler der Anwendungen aufzuzeigen und zusammen individuelle Ansätze mit den Kindern zu finden, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne die akademische Eigenleitung zu verringern.

Dieser Beitrag möchte zur Auseinandersetzung mit diesem Thema anregen und vermittelt bereits erste Grundkenntnisse über KI, ihren Einsatz im Bildungskontext sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

Was ist Künstliche Intelligenz?

KI bezeichnet die Fähigkeit technischer Systeme, Aufgaben zu bewältigen, die menschliche Intelligenz erfordern – etwa Lernen, Planen, Problemlösen oder Sprachverarbeitung. KI-Systeme analysieren Daten, erkennen Muster und passen ihr Verhalten an. Dabei lernen sie aus früheren Eingaben und agieren zunehmend eigenständig. Im Unterschied zu klassischen Programmen reagieren KI-Modelle flexibel und adaptiv.
Das Europaparlament definiert Künstliche Intelligenz wie folgt:
“ Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit einer Maschine, menschliche Fähigkeiten wie logisches
Denken, Lernen, Planen und Kreativität zu imitieren.
KI ermöglicht es technischen Systemen, ihre Umwelt wahrzunehmen, mit dem
Wahrgenommenen umzugehen und Probleme zu lösen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Der Computer empfängt Daten (die bereits über eigene Sensoren, zum Beispiel eine Kamera,
vorbereitet oder gesammelt wurden), verarbeitet sie und reagiert.
KI-Systeme sind in der Lage, ihr Handeln anzupassen, indem sie die Folgen früherer Aktionen
analysieren und autonom arbeiten.“

Bekannte KI-Modelle im Überblick

ChatGPT – Anbieter: OpenAI
Website: https://chat.openai.com

Gemini – Anbieter: Google
Website: https://gemini.google.com

Copilot – Anbieter: Microsoft
Website: https://copilot.microsoft.com

LeChat – Anbieter: Mistral
Website: https://chat.mistral.ai

Perplexity AI – Anbieter: Perplexity AI
Website: https://www.perplexity.ai

Claude – Anbieter: Anthropic
Website: https://claude.ai

SchulKI.de – Anbieter: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Website: https://schulki.de

Hinweis: Die Nutzung dieser Tools ist in der Regel ab 13 Jahren mit Zustimmung der Eltern erlaubt. Die wahrheitsgemäßen Angaben bei Anmeldung werden jedoch selten aktiv seitens der Anbieter überprüft.

KI im Klassenzimmer und Alltag: Wo Kinder KI nutzen

Künstliche Intelligenz ist in vielen digitalen Anwendungen bereits integriert und beeinflusst, wie Kinder Inhalte wahrnehmen, lernen und kommunizieren. KI wirkt häufig im Hintergrund – sei es bei YouTube-Vorschlägen, Sprachassistenten oder automatisierten Übersetzungen. Lernplattformen wie Sofatutor oder Khan Academy reagieren zunehmend individuell auf das Lernverhalten. Dort ist KI auch in der Hausaufgabenhilfe längst präsent.

Dabei ersetzt KI keine pädagogische Begleitung, sondern bietet Werkzeuge, die bewusst und angeleitet genutzt werden sollten.
Auf der Plattform schulKI.de finden sich viele Anwendungen, die Kinder und Jugendliche (nach Anmeldung) problemlos nutzen können. Die KI ist darauf zugeschnitten, als Hausaufgabenhilfe und zur Vertiefung des Lernstoffs zu fungieren. Außerdem gibt es dort praxisnahe Orientierungswege und Informationen für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie natürlich die Lernenden.

Chancen und Risiken: KI im Bildungsbereich

Künstliche Intelligenz kann Schülerinnen und Schüler individuell beim Lernen unterstützen. Sie hilft, Inhalte zu strukturieren, Themen zu entwickeln oder Aufgaben zu formulieren. Das fördert die Motivation und senkt die Einstiegshürde zum Lernen – besonders bei komplexen Aufgabenstellungen.

Dabei erwerben Kinder auch zentrale Kompetenzen für ihre spätere Lebens- und Arbeitswelt: den Umgang mit digitalen Tools, die Fähigkeit, Informationen kritisch zu hinterfragen, Medien- und Datenkompetenz sowie die Fähigkeit zur selbstorganisierten Wissensaneignung. Diese Kompetenzen sind nicht nur im schulischen Kontext, sondern auch im späteren Berufsleben zentral.

Gleichzeitig bestehen Risiken: Wenn zu erbringende Leistungen ungekennzeichnet im schulischen Kontext übernommen und als Eigenleistung präsentiert werden, handelt es sich ggf. um Täuschung. Dies kann zur Folge haben, dass eine Leistung nicht anerkannt wird oder wiederholt werden muss. Zudem ist der Datenschutz besonders bei frei zugänglichen KI-Modellen zu beachten – persönliche Informationen, Bilder oder schulische Details dürfen nicht ohne Zustimmung verarbeitet werden.

Ein weiteres Risiko besteht in der inhaltlichen Unzuverlässigkeit mancher KI-Systeme. Sie können sogenannte „Halluzinationen“ erzeugen – also falsche oder erfundene Aussagen, die auf den ersten Blick glaubwürdig erscheinen. Auch Vorurteile (Bias) in den Trainingsdaten können sich in den Antworten widerspiegeln. Eine kritische Prüfung und Reflexion der Ergebnisse bleibt deshalb unerlässlich – auch das will gelernt sein.

Ein Referat mit KI vorbereiten – in 7 Schritten

– Eigenständige Recherche (z. B. Schulbuch, Internet, Lehrkraft)
– Gliederung mit ChatGPT, Abgleich mit eigener Recherche
– Inhalte gezielt mit Gemini, Copilot, LeChat oder Perplexity AI recherchieren
– Sprechtext mit KI formulieren und überarbeiten
– Faktencheck mit Tools inkl. Quellenangaben
– Präsentation erstellen mit PowerPoint oder Canva
– Reflexion: Was stammt von mir, was von der KI?

Eine Checkliste zur Nutzung von KI bei Referaten bietet zusätzliche Sicherheit.

Grundsätze für den Einsatz von KI in der Schule

Der Einsatz von KI im Klassenzimmer ist grundsätzlich meist erlaubt – unter klaren Bedingungen. Bei schulischen Leistungen sollte gekennzeichnet werden, welches KI-Tool verwendet wurde, inklusive Prompt, Datum und Einsatzbereich. Ungekennzeichnete Nutzung kann als Täuschung gewertet werden. Lehrerinnen und Lehrer entscheiden im Einzelfall, ob und wie KI genutzt werden darf. Persönliche Daten dürfen nicht in öffentlich zugängliche KI-Modelle eingegeben werden – das gilt sowohl für Namen der Lehrkräfte und Mitschülerinnen und -schüler sowie für hochgeladene Bilder.

Die Bundesländer haben sich auf gemeinsame Empfehlungen zum schulischen Umgang mit KI verständigt. Eine kompakte Zusammenfassung dieser länderübergreifenden Vereinbarung bietet das Deutsche Schulportal. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa zur Kennzeichnungspflicht oder zum Datenschutz, beleuchtet der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags in einem aktuellen Überblick.

Für weiterführende Empfehlungen und konkrete Vorgaben in den einzelnen Bundesländern bietet das Bündnis für Bildung eine zentrale Übersicht. Beispiele für länderspezifische Regelungen und Unterstützungsangebote finden sich etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Für Hamburg ist die offizielle Richtlinie zum Umgang mit KI in Prüfungen und Leistungsbeurteilungen öffentlich zugänglich.

Beim Einsatz von KI in und für die Schule gilt: Die jeweils geltenden Vorgaben und Richtlinien der Bundesländer müssen berücksichtigt werden.

Weitere Blogposts

Bundesverband Deutscher Stiftungen: Webseminar KI in der Texterstellung

KI in der Texterstellung

Webseminar-Recap zur KI-Texterstellung: Vergleich von ChatGPT, Copilot & Gemini, Datenschutz, Prompt-Kataloge und Tipps für eigene KI-Anfragen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können

weiterlesen